Zweiter Test des SRM-Powermeters mit Andreas

Da wir uns nach der ersten Vergleichsmessung des SRM mit dem Tacx Neo noch nicht schlüssig waren, ob die Werte des SRM denn nun stimmen oder doch etwa 20 Watt zu hoch sind, folgte nun ein Test mit einem anderen SRM-Powermeter. Ziel war die Strecke Kolkwitz-Vetschau-Kolkwitz zwei Mal nebeneinander unter ähnlichen Bedingungen zu fahren und die Räder zu tauschen. Neben der Aufzeichnung mit den Garmin Edge-Geräten, wurden die Testfahrten parallel mit jeweils einem SRM Powercontrol aufgezeichnet. Beide SRM-Powermeter kommen frisch aus dem Service. Der Tausch der Räder erfolgte dann auch inkl. der Headunits, lediglich die Brustgurte zur Herzfrequenzmessung wurden neu gekoppelt.

Die Testräder

Testrad #1

Das Canyon F10 aus 2008 mit einer etwas aerodynamischeren Sitzposition durch einen längeren Vorbau.

  • Garmin Edge 520
  • SRM Powercontrol 6
  • Testrad #2

    Ein Canyon F10 CF SLX mit einer leicht aufrechteren Sitzposition.

  • Garmin Edge 1000
  • SRM Powercontrol 7
  • Die Fahrer

    Andreas ist etwa 188cm groß und etwa 77kg schwer, ich bin 190cm und wiege aktuell 78,5kg.

    Was ist zu erwarten?

    Ich sollte die gleiche oder nur geringfügig mehr Leistung benötigen als Andreas. Berücksichtigt man die Aerodynamik der Räder, sollte die Leistung auf dem Canyon F10 etwas geringer ausfallen.

    Die Bedingungen

    Leider hatten wir für die beiden Testfahrten doch sehr unterschiedliche Wetterbedingungen, sodass die Fahrten schließlich nicht direkt miteinander vergleichbar sind.

    Erste Fahrt
    6,1°C Partly Cloudy
    Gefühlte Temperatur: 1,7°C
    Wind: 24 km/h, NW
    Luftfeuchtigkeit: 75 %

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    Zweite Fahrt
    6,1°C Partly Cloudy
    Gefühlte Temperatur: 2,2°C
    Wind: 19 km/h, NW
    Luftfeuchtigkeit: 65 %

    Link zur Aktivität auf Strava

    Die Ergebnisse

    Messergebnisse
    Messergebnisse

    Auffallend ist hier zuerst die leichte Abweichung zwischen den SRM Powercontrol und den Garmin Edge-Headunits. In beiden Kombinationen liegen die Garmin Edge ein bis zwei Watt über den SRM-Powercontrol. Außerdem ist die Durchschnittsleistung bei der ersten Testfahrt deutlich abweichend. Der Grund dafür ist wohl eine kurze Zwangspause am Bahnübergang in Vetschau.

    Auswertung

    Andreas benötigte während der ersten Testfahrt auf dem Canyon F10 CF SLX 11 Watt weniger Leistung als ich auf dem Canyon F10. Die zweite Testfahrt ließ also zu erwarten, dass ich nochmal deutlich mehr Leistung für das weniger aerodynamische Canyon F10 CF SLX brauchen werde. Traut man der Messung, waren es dann auch 38 Watt Differenz zu Andreas auf dem Canyon F10.

    Zwischen dem Garmin Edge und dem SRM Powercontrol liegt bei unserem Test keine nennenswerte Abweichung bei der Aufzeichnung der Leistungsdaten vor (1 bis 2 Watt).

    Andreas hat für beide Fahrten eine annähernd gleiche Durchschnittsleistung von 261 bzw. 266 Watt bei gleicher durchschnittlicher Herzfrequenz, was für eine identische Leistungsmessung beider SRM-Powermeter sprechen würde. Auch die Durchschnittsleistung von 266 Watt und eine durchschnittliche Geschwindigkeit von 35,0 km/h ist unter den gegebenen Bedingungen plausibel (vgl. kreuzotter.de/deutsch/speed.htm)

    Die Abweichungen zwischen uns scheinen aber wieder recht hoch zu sein, sind wir doch von unserer Statur her sehr ähnlich. Eine mögliche Erklärung wäre der Wind aus NW.

    Bleibt wohl nur noch der Test mit einem Anstieg, den wir hier in unserer Region leider nicht haben. Unter wolfgang-menn.de (Radfahren -> Bergauffahren) findet man ein Tool, dass die für einen Anstieg benötigte Leistung recht exakt berechnet.

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