10. Krušnoton

Wo: Tschechien/Teplice
Wann: 10. August 2019
Streckenlänge: 110 km
Höhenmeter: ca. 1500 m


Marie goes global… bzw. mal kurz bei unseren tschechischen Nachbarn vorbeigeschaut!

Was für ein Wochenende, was für ein Rennen! Schnell, kräftezehrend, 8000Watt sind da logisch drin und mit fullforce!

Aber vorab zur Anreise bzw. unserem ersten Abend in Teplice. Das muss schon kurz Erwähnung finden, was wir Amüsantes erlebt haben. Los gehts!!!

Anreise nach Teplice, natürlich viel zu spät und auf dem letzten Drücker mit einem defekten Auto (mal schnell aus dem TDI einen Saugdiesel gemacht, schon geil in den Bergen). Gut angekommen sind wir trotzdem. Unterkunft, welche ganz süß war und riesig (7 Betten 🙂 für uns 2), bezogen und auf dem Weg zum Abendbrot… zack alles dunkel, Stromausfall in Teplice. Und wir??? Bargeldlos!!! Ohne Strom, kein ATM, nix money, eine Stunde umhergeirrt und dann endlich ein Straßenzug mit Licht und Strom. Jetzt konnten wir auch endlich unsere leeren Bäuche mit wertvoller Energie in Form von Burgern füllen, morgen stand ja ein Radrennen an!!! Resultat: mit dicken Bäuchen fielen Sie ca. um 1 Uhr Nachts ins Bett.

Da mein lieber Schatz, extrem motiviert und immer nach der Herausforderung suchend, die 300 km fährt (ist DER irre), musste Hannes auch schon um 5:30 Uhr aufstehen um 6:30 Uhr am Start zu sein… ich dagegen wälzte mich noch 5 oder 10x im Bett umher, um munter und happy an den Start zu fahren… schon logisch, dass strömender Regen nach 100 m auf dem Rad einsetzte.


So jetzt aber zum Rennen!!!
Ich dann am Start, mega aufgeregt zwischen den ganzen Testosteron geladenen Männern, ab und an mal eine von meiner Art… nur noch wenige Minuten, Regen, aber mega Stimmung und alle haben Bock, Bock auf Rennen, #hauptsacheballern und logisch #8000Watt. Geht natürlich nur mit Kette rechts! Runterzählen auf Tschechisch und ab geht die Luzie. Die ersten Meter waren sehr schnell, Gruppe finden und erstmal Mitkullern. Dann trennte sich doch schnell die Spreu vom Weizen, an den ersten Anstiegen und Wellen lies ich schnell einige Gruppen hinter mir und fuhr, wie gewohnt allein. Dann der lange Anstieg, Regen und mega viel Dreck im Gesicht und Blickfeld, quasi Blind, führten mich zu der Entscheidung meine Brille im Dekolleté verschwinden zu lassen… leichter gesagt als getan, wenn man als Körperklaus unterwegs ist und die Brille fallen lässt. Absteigen, versuchen wieder aufzusteigen, Gott sei Dank geglückt und nicht blamiert am Anstieg. Dann getarnt als Maulwurf die #8000Watt getreten und manch anderen Mitstreiter hinter mir gelassen. Frau sein fetzt!

Essen in Sicht, erster Verpflegungspunkt, jetzt erstmal Frühstücken, mit Mutti telefonieren, gucken was Hannes macht und den lieben Schwiegereltern in Spe ein Foto schicken (natürlich kein Empfang). Dann ging es weiter und ich merkte, geil, Ballern macht Laune und Kraft ist da. Mit #fullforce und #8000Watt kurbelte ich weiter, an vielen vorbei und merkte, das Ding kannste eigentlich als Rennen fahren. Gemacht… getan, und so flog Marie über Berge und Wellen, raste in Täler und war einfach nur geflasht von diesem mega Event. (Hätte ich die erste Pause nicht in ein Picknick der Extraklasse verwandelt, wäre wahrscheinlich mehr drin gewesen, aber egal.)

Den Schluss dieses überwältigenden Rennens bildete mein persönlicher Dreikampf mit 2 anderen Fahrerinnen, extrem spannend und hart, Fehler gemacht und gelernt aber auf jeden Fall der krönende Abschluss. Bei den letzten Wellen lies ich leider das ein oder andere Körnchen, da ich die letzten km komplett allein gefahren bin, so blieben mir für den finalen Sprint keine Reserven mehr und eine Duellantin zog an mir vorbei. Hut ab auch vor Ihrer Leistung! Völlig fertig dann durchs Ziel…. und STOLZ!

Platz 11 in meiner Altersklasse und 19. in der Gesamtwertung

Aber das Schönste, Hannes war schon zurück (leider DNF durch technische Probleme) und ich konnte mich in seine Arme fallen lassen.
Jetzt ging es zurück in die Unterkunft, frisch machen und alles auf sich wirken lassen. Dauergrinsen war fortan Programm! Dieser wundervolle Tag, dieses wundervolle Land und die gemeinsame Zeit genießen. Nochmal zurück zur Veranstaltung, Freunde getroffen und ausklingen lassen.

Fazit: Mein erstes Radrennen im Ausland und vor allem, mein erstes Radrennen, bei dem ich mitmischen konnte und nicht abgeschlagen als Letzte ins Ziel kam .

Ende! Und ich hab wieder Bock auf #KetteRechts und #8000Watt

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